Die Gebäudestatik schien mittlerweile auch nicht mehr sicher zu sein. Daher wurde der TeBeBau (Baufachberater) des THW Frankfurt alarmiert. Dieser fuhr mit Sondersignal (Blaulicht und Martinshorn) zur Einsatzstelle, um dort schnellstmöglich die betroffene Wohnung im dritten Obergeschoss zu begutachten. Der Zustand der Wohnung war sehr kritisch, es hatte sich eine große Menge an Müll und Brandschutt stark mit Wasser vollgesogen und drückte nun massiv auf die darunter liegende Holzdecke. Die Holzdecke selbst war durch das Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen und fing an, sich teilweise durchzubiegen.
Der TeBeBau diagnostizierte ein akutes statisches Problem und schätzte das Risiko für die Hilfskräfte zu hoch ein, um weiter mit Wasser abzulöschen oder gar den Brandraum auszuräumen oder für die weitere Brandermittlung durch die Polizei zu betreten. In der Zwischenzeit hatte auch der zuständige Architekt per Mail wichtige Pläne und Unterlagen des Hauses an den TeBeBau übermittelt.
Um die Gebäudestatik nicht weiter zu gefährden, wurde umgehend eine Bergungsgruppe des THW Frankfurt alarmiert. Diese begann nach Eintreffen sofort damit, in der darunter liegenden Wohnung Abstützungen aufzubauen. Es wurden quer zur Tragrichtung der Decke massive Holzbalken eingebracht und durch robuste Baustützen gesichert. Somit konnte die Decke entlastet und die Sicherheit des Gebäudes gewährleistet werden. Jetzt konnte der TeBeBau der Einsatzleitung das „OK“ geben und die Feuerwehr war in der Lage, den Brandraum sicher für die weiteren Lösch- und Aufräumarbeiten zu betreten.
Der TeBeBau bedankt sich herzlich bei der Feuerwehr sowie der Polizei Frankfurt für die konstruktive und sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit. Dieser erfolgreiche Einsatz verlief wahrhaftig „Hand in Hand“.