02.06.2019, von J. Dzietko

Jährliches Ausbildungswochenende der Fachgruppe Wassergefahren auf dem Main

Das diesjährige Ausbildungswochenende stand im Zeichen der Grundlagenausbildung im Bereich Pontons, SD-Gerät und Arbeitsplattform. Die Ausgebildeten Inhalte sind dabei breit gestreut von Auf- und Abbau des Materials über Gerätekunde, Fahren und Schleusen der Wasserfahrzeuge, sowie Manöverfahrten im Bereich Menschenrettung, Materialtransport und allgemeines Manövrieren.

Neben fachlicher Ausbildung steht das Ausbildungswochenende auch stets für "Teambuilding" und das Überprüfen der Leistungsfähigkeit der Einheit.

In diesem Jahr wurde die Leistungsfähigkeit der Einheit gleich mehrfach in Realen Fällen auf die Probe gestellt. Neben kleineren Unterstützungen der DLRG bei einem umgestürzten JetSki oder der technischen Unterstützung im Westhafen mit einem umhertreibenden Baumstamm sollte die Fachgruppe dieses Jahr auch auf eine Leistungsprobe der wichtigsten und schwierigsten Art gestellt werden:

Die Menschenrettung als First Responder bei Nacht.
In der Nacht von Freitag auf Samstag, während der Ausbildung von Manövern bei Nacht (gegen 22:00 Uhr Nachts) mit einem MZB und der Arbeitsplattform wurden unsere Einsatzkräfte von Gästen eines zufällig vorbeifahrenden Fahrgastschiffes auf sich aufmerksam gemacht. Was sich zunächst als feiernde Gruppe darstellte waren die Hilferufe von Fahrgästen aus deren Gruppe eine Person über Bord gegangen war. Sofort nahm die Fachgruppe in der Dunkelheit des Mains (Höhe alte Niederräder Brücke) die Suche auf und konnte nach wenigen Minuten eine hilflose Person knapp vor dem Ertrinken sichern. Gemeinsam mit den dazukommenden Kameraden der DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei, die uns später zur Unterstützung kamen konnte die Person gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Wir bedanken uns bei den Kameraden des rettenden Bootes, welchen es dank ihrer guten Ausbildung und Trainings sowie schneller und richtiger Reaktion gelungen ist ein Leben zu retten.

An dieser Stelle zur Erläuterung:
Natürlich ist es auch die Aufgabe des THWs Menschen zu retten, dies ist jedoch bei vollständiger Dunkelheit und ungenauer Positionsangabe der im Wasser befindlichen Person eine sehr schwierige Angelegenheit. Die großen und dunkeln Wasserflächen, ein kaum eingegrenztes Suchgebiet sowie die knappe Zeit nach dem Sturz ins Wasser erschweren eine Suche. Besonders bei Personen die in berauschtem Zustand ins Wasser fallen verkürzt sich die Zeit, die sich diese eigenständig über Wasser halten können drastisch.


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