Jahresabschlussübung 2025: Realistisches Einsatzszenario im ehemaligen Polizeipräsidium

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Am 19. November 2025 war es wieder so weit: Unsere beiden Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) starteten in ihre dritte Jahresabschlussübung in Folge. Dieses Mal mit besonderer Unterstützung – die Schnell-Einsatz-Gruppe Transport des Malteser Hilfsdienst Frankfurt war mit dabei. Dadurch wurde das Szenario noch realistischer, und die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen konnte gezielt trainiert werden.

Bereits im Jahr 2024 hatten die Planungen für diese Übung begonnen. Nach intensiver Suche wurde ein geeignetes Objekt gefunden, das bei zwei Begehungen genau unter die Lupe genommen wurde. Auf der Grundlage dieser Erkundungen entstand ein detaillierter Grundriss, der später das Herzstück der Übungsvorbereitung bildete – denn nur so konnte ein glaubwürdiges und zugleich sicheres Einsatzszenario erstellt werden.

Als Übungsobjekt stellte uns die Nordisk Büro Plus GmbH schließlich einen Teil des ehemaligen Polizeipräsidiums zur Verfügung – ein verwinkeltes Gebäude, das perfekte Bedingungen für ein anspruchsvolles Szenario bot. Ausgangslage war ein fiktiver Drohnenangriff am Hauptbahnhof. Während andere Einheiten dort gebunden waren, erreichte uns die Meldung über eine vermisste Besuchergruppe im alten Präsidium. Für unsere beiden Fachgruppen bedeutete das: Einsatzbeginn.

Kurz nachdem der Melder ausgelöst hatte konnten die Einsatzkräfte sich abfahrbereit bei der Einsatzleitung melden. Mit Sondersignal ging es zum Schadensort. Noch bevor das Fahrzeug endgültig zum Haltepunkt eingewiesen wurde, wartete die erste Herausforderung: Eine brennende Holzpuppe vor dem Gebäude. Zwei vorausgeschickte Einsatzkräfte löschten sie routiniert mit einer Löschdecke – ein schneller, aber intensiver Einstieg in das Szenario.

Um ins Gebäude zu gelangen, musste anschließend über das zweite Obergeschoss angeleitert werden. Drinnen begann sofort die systematische Erkundung. In mehreren Etagen – vom Keller bis ins erste Obergeschoss – waren Verletzte platziert, die gefunden, betreut, erstversorgt und schließlich transportfähig gemacht werden mussten.
Diese wurden von Mitgliedern der THW-Jugend (ab 14 Jahren) sowie Bundesfreiwilligendienstleistenden gespielt und fiktive Wunden wurden von einem Kamerad der Malteser sehr realistisch geschminkt. Teilweise war der Zugang zu den Personen durch verschiedene künstliche Barrieren aus Holz und Metall versperrt , die überwunden werden mussten. Hier war technisches Know-how gefragt – und die Einsatzkräfte setzten ihre Geräte entsprechend zielgerichtet ein.

Die Malteser betrieben vor dem Gebäude eine Sammelstelle und übernahmen dort die weitere Betreuung der Geretteten.

Begleitet wurde die gesamte Übung von erfahrenen Beobachtenden, die das Vorgehen der Einsatzkräfte aufmerksam verfolgten. Ihre Einschätzungen flossen später in eine ausführliche Auswertung ein. Natürlich gab es auch Kritikpunkte – wie bei jeder guten Übung. Diese wurden in der Nachbesprechung offen angesprochen, analysiert und in konkrete Verbesserungspunkte überführt. So wurde der Lerneffekt für alle Beteiligten maximiert.

Am Ende zeigte die Jahresabschlussübung eindrucksvoll: Die Fachgruppen N bleiben auch in komplexen und unübersichtlichen Lagen handlungsfähig. Die technische Umsetzung, die enge Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst und das strukturierte Vorgehen aller Kräfte machten die Übung zu einem wertvollen Baustein der Ausbildung.

Der THW-Ortsverband Frankfurt bedankt sich herzlich bei der Nordisk Büro Plus GmbH für die Bereitstellung des Gebäudes sowie bei allen Helferinnen, Helfern und Unterstützern, die diese Übung möglich gemacht haben.

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