22.02.2020, von M. Lobeda (Fotos: THW)

Unter Spannung arbeiten mal anders – ein Ausflug ins Grüne

Kein Samstagsdienst ist wie der andere, doch der Dienst im Februar war mal wieder auf seine eigene Weise etwas ganz besonderes. Realitätsnahes üben ist vor allen bei der Thematik Sturmschäden eher schwierig. Oft sind die Helfer und Helferinnen mit der Situation von unter Spannung stehendem Holz während des Jahres nur im Einsatz konfrontiert.

Umso mehr freuten sich die Kameraden und Kameradinnen auch dieses Jahr wieder im Schwanheimer Wald eine ideale Fläche für einen Tagesdienst mit dem Thema Motorkettensäge bereit gestellt zu bekommen. Ein besonderer Dank  geht hier an das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt und die Revierfösterei Schwanheim.

Kurz nach dem Frühstück fuhren neben den zwei Bergungsgruppen des ersten und zweiten Technischen Zuges auch die Fachgruppe Räumen und die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, auf zwei Fahrzeuge verteilt, in Richtung Schwanheim.

Nach Erreichen des Zielbereichs, welcher sehr gut für uns durch das Grünflächenamt markiert wurde, gab es die erste Erkundung des Gebietes. Es wurde schnell klar, dass auch dieses Waldstück den Sturm Sabine nicht unbeschadet überstanden hat. Es gab mehrere Bäume welche umgeknickt waren und sich teilweise massiv in den nebenstehenden Wipfeln verklemmt hatten.

Nach kurzer Besprechung wurde das Gebiet großflächig abgesperrt und die Helfer und Helferinnen in zwei Gruppen geteilt.
Während sich die eine Gruppe mit den Sturmschäden beschäftige, fällte die andere die markierten aber freistehenden Bäume und zersägte diese in 3 m lange Stücke für das Grünflächenamt.

Neben Sägen von unter Spannung stehendem Holz und Entasten, wurde auch das Wissen über das Bewegen von Lasten bestmöglich genutzt. Zur Stärkung wurde die Verpflegung pünktlich zur Mittagszeit an die Einsatzstelle gebracht. Neben knackigen Salat und Chili con Carne freuten sich alle Beteiligten auch über etwas Süßes zum Dessert. Frisch gestärkt ging es wieder ans Werk.

Die Bilanz vom Tag waren neben zahlreich gefällter und auf 3 m abgelängter Bäume sowie der Beseitigung der Sturmschäden auch gut motivierte Helfer und Helferinnen, die wieder mit neuen Erfahrungen an der Motorkettensäge nach Hause gefahren sind. Nach Rückkehr in die Unterkunft wurden alle in Betrieb gewesenen Kettensägen gereinigt, vollgetankt sowie die Ketten geschärft. Nach Funktionstest wurden die Geräte wieder verlastet und die Helfer und Helferinnen machten Ihren verdienten Feierabend.

Die Sturmsaison im Frühjahr kann so nun kommen. Der OV Frankfurt ist auf jeden Fall vorbereitet.


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